Ein Stück bulgarische Geschichte endet in Graz

13. Juni 2010

Der Fürst in der Villa Hartenau

Wie der deutsche Prinz von Battenberg zum Fürsten von Bulgarien wurde, wieder abdanken musste, eine Sängerin aus Linz heiratete, seinen Titel ablegte und als Graf Hartenau in Graz sesshaft wurde – ein romantisches Märchen.

In der Leechgasse 52 (Hartenaugasse 20) steht die Villa Hartenau und verfällt langsam.

Hier lebte im 19. Jahrhundert ein bedeutender Mann des europäischen Hochadels, der als der “schöne Alexander von Battenberg” in die Geschichte einging, ein abenteuerliches Leben führte – und ein Paradebeispiel für das aristokratische Netzwerk ist.

Der Neffe des Zaren

Zum besseren Verständnis der verwirrenden Ereignisse beginnen wir lieber mit Alexanders Vater, dem Prinzen Alexander von Hessen. Dieser war nach der Hochzeit seiner Schwester mit Alexander II., dem späteren Zaren von Russland, in russische Militärdienste getreten. Da er aber eine Hofdame seiner Schwester (nicht standesgemäß) heiratete, musste er den Hof verlassen, trat in den österreichischen Militärdienst ein und kam nach Graz. Hier wurde 1854 sein ältester Sohn Ludwig geboren, der in England Karriere machte. Er heiratete eine Enkelin von Königin Victoria und brachte es bis zum Lord der Admiralität, schreibt Peter Wiesflecker in der “Geschichte der Stadt Graz”, Band 2. Und jetzt wird es spannend, denn im Ersten Weltkrieg verzichtete Ludwig auf Rang und Namen eines Prinzen von Battenberg, schließlich waren die Deutschen ja Kriegsgegner. Er nahm den Namen Mountbatten an, die englische Übersetzung von Battenberg. Sein Enkel, Prinz Philipp Mountbatten von Griechenland, heiratete 1947 die damalige englische Kronprinzessin und jetzige Königin Elisabeth II. – womit der Mann der Queen einen Grazer Großvater hat.

Sehr ungewöhnlich verlief auch der Werdegang von Ludwigs Bruder Alexander, genannt der “schöne Battenberg” (1857-1893). Als Neffe des russischen Zaren nahm er 1877/78 am Russisch-Türkischen Krieg teil. Auf Vorschlag seines Onkels, Zar Alexander II., wurde Battenberg am 25. April 1879 mit 22 Jahren von der neu geschaffenen bulgarischen Nationalversammlung in Tarnowo zum Fürsten von Bulgarien gewählt. Als er aber versuchte, den russischen Einfluss in Bulgarien zurückzudrängen, wurde Alexander durch eine von Russland angezettelte Offiziersverschwörung zur Abdankung gezwungen. Aber der “schöne Battenberg” hatte mächtige Gönnerinnen. Die englische Königin Victoria wollte für ihn eine Ehe mit der Tochter von König Friedrich III. von Preußen, Viktoria, einfädeln. Schließlich war sie ja ihre Enkelin. Alles ein bisschen verzwickt und sehr dicht verwoben, nicht wahr? Der Eheanbahnungsversuch scheiterte aber am Veto des deutschen Reichskanzlers Bismarck und an Viktorias Bruder, Wilhelm II.

Die Villa Hartenau

Alexander von Battenberg trat nun in österreichische Dienste und lebte als Offizier in Graz. In der Darmstädter Oper aber hatte er die Kammersängerin Johanna Loisinger aus Linz kennengelernt. Als er sie 1889 (nicht standesgemäß) heiratete, verzichtete er auf Namen und Titel und nannte sich ab nun Graf von Hartenau.

So lebte der ehemalige Prinz von Battenberg und Fürst von Bulgarien in Graz als Kommandant einer Brigade, und seine kunstsinnige Gattin führte in der Villa Hartenau ein großes Haus, in dem zahlreiche interessante Persönlichkeiten ein- und ausgingen. Doch die glückliche Ehe dauerte nur vier Jahre, da der Graf mit 36 Jahren, am 17. November 1893, im Rang eines k.u.k. Generalmajors an Tuberkulose starb. Er wurde mit einem “in Graz noch nie gesehenen Gepränge” auf dem St.-Leonhard-Friedhof bestattet, bald aber schon in die St. Georgs-Kapelle nach Sofia überführt. Seine Frau überlebte ihn um unglaubliche 58 Jahre und starb 1951 in Wien.

Was aber wurde aus der Villa Hartenau? Ab 1938 zog dort die SS ein, 1945 folgten die Sowjets, danach die Engländer, bevor sie ins Eigentum der Stadtgemeinde kam. Lange war sie ein Schülerinnenheim, heute gehört sie einer St. Pöltener Grundstückserschließungsfirma und wird langsam zum Dornröschenschloss.

Quelle: Die Kleine Zeitung

Нина Константинова Добрева

09. Mai 2010

Nina Konstantinova Dobreva[1], bekannt als Nina Dobrev (bulg. Нина Константинова Добрева, bzw. Нина Добрев; * 9. Januar 1989 in Sofia, Bulgarien) ist eine bulgarisch-kanadische Schauspielerin. Nebenbei arbeitet sie auch als Model.

Nina Dobrev wurde in Sofia geboren und zog im Alter von zwei Jahren nach Kanada (Toronto, Ontario). Ihre Mutter ist Künstlerin, ihr Vater Computerspezialist. Sie hat einen älteren Bruder.

Sie besuchte die JB Tyrrell Sr. Public School und das Wexford Collegiate Institute in Scarborough, Ontario. Schon in jungen Jahren begeisterte sie sich in verschiedenen künstlerischen Bereichen. Neben Tanz, Gymnastik, Theater, Musik, bildende Kunst zählte hierzu auch das Schauspiel. In der folgenden Zeit nahm Dobrev Unterricht an der Dean Armstrong Schauspielschule, wo sie von einigen Agenturen entdeckt wurde. Über Tätigkeiten als Model und Auftritte in Werbespots kam sie schließlich zum Medium Film. Derzeit wohnt Dobrev zusammen mit VampireDiaries-Kollegin Sara Canning in Atlanta, Georgia, dem Drehort der Serie. mehr…

Quelle: wikipedia

Nina Dobrev – Pix Morning News

AIR VIA fliegt nach Paderborn

07. Mai 2010

Der Schwarzmeer-Flieger ist gelandet
Foto: Bernhard Liedmann
Gleich drei Crew-Besatzungen hat Mittwoch Flughafenchef Elmar Kleinert mit der ersten Maschine der Air Via in Paderborn mit Blumensträußen begrüßt. Die Besatzungen (im Bild Rada Ilscheva) werden mit der Maschine und einem Wartungsteams ständig in Paderborn stationiert. Bislang hatte nur Air Berlin dauerhaft drei Flugzeuge vor Ort.

Von Bernhard Liedmann

Kreis Paderborn (WV). »1,1 Millionen Passagiere sind das Ziel« , will Paderborner Flughafenchef Elmar Kleinert den Negativ-Trend der vergangenen Jahre in einen Aufwärtsflug umkehren. Dabei hilft seit gestern die bulgarische Airline »Air Via«, die jetzt zwölf Ferien-Flüge in der Woche anbietet.

Allein diese Airline soll dem Flughafen ein Plus von 40 000 Flugästen bringen. Um 12.30 Uhr landete gestern die erste Airbus A 320 auf dem Paderborner Flughafen. Sie wurde erst vor einer Woche vom Werk in Toulouse ausgeliefert und landete mit gleich drei Kabinen- und Cockpit-Mannschaften und einem vierköpfigen Wartungsteam.

Dieses moderne Flugzeug mit 180 Plätzen wird auch ständig auf dem Paderborner Airport stationiert sein. Damit hat der heimische Flughafen nach jahrelangem Stillstand wieder vier große Flugzeuge vor Ort mit den entsprechenden Wartungsmannschaften und Bord-Teams präsent. Drei Flieger kommen aus der Flotte von Air Berlin. Für diese wurde vor Jahren eine eigener Hangar gebaut.

Neu im Programm sind die Ziele Rhodos und Kos, außerdem werden von Air Via Heraklion, Mallorca, Fuerteventura und die bulgarischen Destinationen Varna und Burgas angeflogen.

»Insgesamt ist die Buchungslage gut, und derzeit haben wir mehr Angebote als im Krisenjahr 2009«, hofft Kleinert auf das Plus in diesem Jahr. Bestärkt wird er darin, dass Thomas Cook in Paderborn seine Destinationen ausgebaut hat und damit auch auf den heimischen Flughafen setzt. Bereits in diesem Monat erhofft Kleinert deutliche Wachstumsraten. In 2009 wurden durch die bulgarische Airline nach Burgas und Varna 9000 Fluggäste gebracht. Heute hebt um 5.15 Uhr die erste Air Via-Maschine Richtung Rhodos ab. Die Airline wurde von 20 Jahren als erste private Fluggesellschaft gegründet.

Das Durchschnittsalter der Flugzeugflotte beträgt drei Jahre. Der neue in Paderborn stationierte Airbus gilt als besonders komfortabel und umweltfreundlich.

Kalender 06.05.2010

Quelle: Westfallen-Blatt

Die Pille wird 50! – Der Erfinder ein Bulgare!

07. Mai 2010

50 Jahre Pille

“Das Geschenk für den Mann”

Am Sonntag wird die Pille 50 Jahre alt. Der Chemiker Carl Djerassi hatte das entscheidende Hormon entwickelt. Ein FR-Gespräch über Penis-Fixierung, weibliche Körper – und ein Gedicht.

Zur Person

Carl Djerassi wurde 1923 in Wien als Sohn eines jüdischen Ärztepaars geboren. Der Vater stammte aus Bulgarien. Djerassi verbrachte seine ersten Lebensjahre in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Als er fünf Jahre alt war, trennten sich die Eltern, er kehrte mit seiner Mutter nach Wien zurück. Mit Beginn der Nazizeit floh er zunächst zum Vater nach Bulgarien und wanderte später mit der Mutter in die USA aus.

Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.

Quelle:  Frankfurter Rundschau-FR-online.de

Georgi “Joro” Gogow on tour mit City

20. April 2010

Schlagzeuger Selmke feiert schon 3000. Geburtstag

VON DETLEF LIEDMANN, 19.04.10, 19:41h, aktualisiert 19.04.10, 22:05h
Fritz Puppel (l.)

Fritz Puppel, Toni Krahl und Georgi Gogow (von links) spielen «Am Fenster». (FOTO: MZ)

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EISLEBEN/MZ. “Das war der Schluss. Und das die Zugabe”, rief Toni Krahl dem Publikum in der Eisleber Glück-auf-Halle zu, nachdem er ein paar Mal in die Saiten seiner Gitarre gegriffen hatte. Der Sänger von “City” beliebte zu scherzen. Denn da fehlte doch noch was. Richtig: “Am Fenster”. Natürlich gab es den Kultsong noch, mithin als einzige Zugabe. Und natürlich hatte Schlagzeuger Klaus Selmke auch am Samstag Geburtstag, seit über 30 Jahren der Running Gag bei den Konzerten der Berliner. Einst bekam Selmke von seinem Onkel eine Geige geschenkt. Ob zum Geburtstag ist nicht überliefert. Aber ohne die Geige hätte es “Am Fenster” wohl nicht gegeben.
Dass Krahl, Selmke, Fritz Puppel (Gitarre), Manfred Hennig (Keyboard) und eben jener Geige spielende Georgi “Joro” Gogow, durch dessen Gestreiche und Gezupfe (wenn auch nicht nur) es das vertonte Gedicht Hildegard Maria Rauchfuß’ deutschlandweit zu Bekanntheit und Beliebtheit brachte, fast zwei Stunden auf die Folter spannte, hat freilich Methode. “Das hätten sie schon eher spielen müssen, um die Stimmung ein bisschen anzuheizen. Dabei war ihm offenbar entgangen, dass das umtriebige Quintett den Abend quasi mit einer Fortsetzung ihres größten Hits begonnen hatte. Denn am Ende von “Am Fenster” heißt es “Flieg ich durch die Welt”. Und “Flieg ich durch die Welt” heißt der Opener ihres 2002 erschienenen Albums “Am Fenster 2″. So schloss sich der Kreis und Teile des Publikums verfielen nach zwei Stunden noch einmal in Verzückung. Dazwischen gab es bekanntes und weniger Bekanntes. “Glastraum” und “Casablanca” natürlich. Und die Berliner blieben ihrer Maxima treu, Flagge zu zeigen. Einst spielten sie bei “Rock für den Frieden” ihre Version von “Sag mir, wo die Blumen sind”. Angesichts der Ereignisse in Afghanistan coverten sie sich am Samstag gewissermaßen selbst und legten gleich noch John Lennons “Give Peace A Chance” nach. Dem Publikum gefiel es jedenfalls.
Teile davon mögen schon 1979 dabei gewesen sein, als “City” das erste und bis dato einzige Mal in der Lutherstadt gastierten. Irgendjemand jedenfalls hatte Krahl einen Zettel mit dem Auftrittsjahr auf die Bühne gereicht. Denn selbst hatte der Sänger keine Erinnerung mehr daran. Kein Wunder nach über 3000 Konzerten und gefühlten 5000 Stunden “Am Fenster”. Plus zwei Stunden vom Samstag.