Veranstaltungstipp

14. April 2010

Kammerkonzert im Rathaus

Am Sonntag, 18. April, findet um 19.30 Uhr im Konzertsaal des Gießener Rathauses ein Kammerkonzert mit Lehrkräften der Musikschule Gießen und Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters statt, zu dem alle Musikinteressierten herzlich eingeladen sind. Auf dem Programm stehen Werke von Hoffmeister, Carulli, Bach und Schostakowitsch. Solisten sind Evgeni Ganev (Klavier), Jan Kleinschmidt (Klarinette) und Arne Kühr (Gitarre). Die Gesamtleitung hat Georgi Kalaidjiev. Der Eintritt ist frei, es wird aber um Spenden zugunsten des Projektes “Musik statt Straße” in Sliven (Bulgarien) gebeten, mit dem Kindern aus schwierigen Verhältnissen dort ein geregelter Tagesablauf und das Erlernen eines Musikinstruments ermöglicht werden soll.

Ausstellung

10. April 2010
BABYLONGÄRTEN
Ivan Denchev: Babylongärten
BABYLONGÄRTEN

BABYLONGÄRTEN

Von 18.04.2010 16:00 Uhr bis 30.06.2010 18:00 Uhr

Malerei und Zeichnung von Ivan Denchev aus Gabrovo, Bulgarien

(Landkreis Fulda) Ivan Denchev beschäftigt sich seit 10 Jahren mit dem Mythos Babylon. In seinen Bildern interpretiert er das Thema als Kenner der Heiligen Schrift und der antiken Geschichte. Der Turm zu Babylon wird in seinen Bildern jedoch auch zu einem Symbol für die Grenze zwischen Dummheit und Weisheit, zwischen Realität und Vision. Dabei geht er mal sparsam, elegant und ruhig, mal mit Liebe zum Detail und voller Selbstironie vor, wie z.B. in dem Bild „Feuer und Wasser“. Er bedient sich auch an Versatzstücken bulgarischer Volkskunst und arbeitet Zitate antiker Bildtradition ein, die er neu interpretiert und auf eigene Weise umsetzt.

Laut dem antiken griechischen Historiker Herodot war Babylon – die Stadt der Städte- „gewaltig und prächtig gebaut wie meines Wissens keine andere Stadt der Welt“. Die Stadt war Zentrum Babylonies und war auch durch die Hängenden Gärten der Semiramis als eines der Sieben Weltwunder der Antike bekannt. Babylon lag auf beiden Seiten des Euphrat. Ursprünglich gehörte auch die mächtige Stadtmauer zu den Weltwundern, denn Babylon wurde von einem riesigen Festungsgürtel umschlossen. Außerdem soll es in der Stadt auch drei- oder sogar vierstöckige Gebäude gegeben haben. Im Tempelbezirk befand sich ein Turm, von dem es im Alten Testament heißt, man wollte damit den Himmel erreichen. Zur Strafe für die Vermessenheit der Bauherren, den Himmel mit diesem Turm erreichen zu wollen, habe Gott die Menschen verwirrt und ihnen verschiedene Sprachen gegeben. Die daraus folgenden Kommunikationsstörungen zwangen sie den Bau zu beenden. Diese Geschichte ist der Ursprung der Redensart „babylonisches Sprachgewirr“ oder „babylonische Verwirrung“.

Ivan Denchev wurde 1956 in Gabrovo in Bulgarien geboren, einer Stadt mit reichen kulturellen und künstlerischen Traditionen. Seit seinem Universitätsabschluss 1982, Fachrichtung Monumental Arts, arbeitet er als Kunstlehrer. Daneben beteiligte er sich an nationalen und internationalen Biennalen, Pleinairs und Wettbewerben. Seine Einzel- und Gruppenausstellungen in Bulgarien und dem Ausland sind zahlreich. Mehrere Preise wurden ihm zuerkannt, z.B.:
Erster Preis für Malerei bei der X. Internationalen Biennale des Humors und der Satire in der Kunst 1991 – Gabrovo/BG
Erster Preis für Grafik des bulgarischen Künstlerverbandes Gabrovo/BG -1996 -
Erster Preis für Grafik und Malerei bei der XVIII. Internationalen Biennale des Humors und der Satire in der Kunst 2007 – Gabrovo/BG
Im Jahr 2000 waren er und Ivan Donkov die ersten bulgarischen Stipendiaten in der Kunststation Kleinsassen.
Das Publikum der Kunststation kennt ihn als Teilnehmer an der 2. Internationalen Biennale NEUES AQUARELL in Kleinsassen 2001, aber auch als einer der Autoren in der Gruppenausstellung „Moderne Bulgarische Kunst“.

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 18. April 2010, 16 Uhr im Atelier der Kunststation eröffnet und dauert bis zum 30. Juni 2010.

Text: Fani Parvova-Altenfelder, überarbeitet von Marianne Blum (mb)

Kalaidjiev bringt das Hilfsprojekt »Musik statt Straße« auf den Weg

18. Februar 2010

Geiger Georgi Kalaidjiev hat in Bulgarien das Hilfsprojekt »Musik statt Straße« auf den Weg gebracht. Das Kammermusikensemble Studio Konzertante half mit einer Spendenaktion.
»Musik statt Straße«: Georgi Kalaidjiev mit einigen der talentierten Kinder aus dem bulgarischen Sliven.	(Foto: hau)
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»Musik statt Straße«: Georgi Kalaidjiev mit einigen der talentierten Kinder aus dem bulgarischen Sliven. (Foto: hau)

Wenn Georgi Kalaidjiev von seiner Heimatstadt Sliven erzählt, glänzen seine Augen. Auch nach siebzehn Jahren in Gießen schlägt das Herz des Violinvirtuosen für die uralte Stadt mitten in Bulgarien. Und für die Menschen, die dort leben, insbesondere für die Kinder. Wann immer er durch die Straßen der Metropole zu Füßen der »Blauen Steine« schlendert, grüßen ihn die Menschen. Sie schätzen ihn, den ehemaligen Konzertmeister der weltberühmten Sofioter Solisten, mit denen er 18 Jahre lang als Botschafter bulgarischer Kultur auf umjubelter Tournee rund um den Globus war.

Auch in Gießen sind sein Name und sein Gesicht fast jedem vertraut. Seit 1993 ist Georgi Kalaidjiev Geiger bei der Städtischen Philharmonie, außerdem Gründer, musikalischer Leiter und Spiritus Rector des Kammermusikensembles Studio Konzertante. Er ist Mitglied in der Formation Escarmouche, musikalischer Leiter des Collegium musicum Stadtallendorf, und er unterrichtet Geige bei schulischen und interkulturellen Einrichtungen. Kalaidjiev ist nicht nur Künstler und Lehrer: Bescheiden und umsichtig macht er sich auch stark für humanitäre, kulturelle und pädagogische Ziele.

Seit Kalaidjiev sich in der schweren Zeit nach der Wende gezwungen sah, seine Heimat zu verlassen, hat er kulturelle Kontakte zwischen Deutschland und Bulgarien geknüpft. Mit seiner Hilfe konnten bulgarische Künstler ihr Können in Deutschland zeigen. Kindertanzgruppen kamen, begeisterten die Hessentagsbesucher und lernten bei ihren Auftritten an Gießener Schulen deutsche Kinder kennen. So manche Benefiz- und Spendenaktion sowohl zugunsten von armen Familien in Sliven als auch für UNICEF, Hochwasserhilfe für das Stadttheater in Döbeln und Kinderhilfe in Uganda (GAIN) hat Ka- laidjiev schon initiiert und in Bulgarien musikalische Sommerakademien und Konzerte mit seinem Kammerorchester Collegium musicum veranstaltet. »Die Kinder sind die eigentlichen Verlierer unserer Zeit«, hadert Kalaidjiev mit dem Schicksal zahlloser Familien in seiner Heimat, wo seiner Erfahrung nach die Schere zwischen Arm und Reich immer stärker auseinander-klafft.

Als Kalaidjiev vor zwei Jahren mit seiner Frau Maria wieder einmal Sliven besuchte, waren die beiden von der Armut derart erschüttert, dass sie Essen kauften, um es an die Hungernden in den Straßen zu verteilen. Sie überlegten, wie sie nachhaltig helfen könnten. Das war die Geburtsstunde des Kinderhilfsprojekts »Musik statt Straße«. Kalaidjiev erläutert die Idee: »Musik erzieht die Kinder, sie bildet und beschenkt umfassend.« Überdies biete aktives Musizieren soziale Kontakte, gebe Halt und eröffne eine neue Welt. »Das Beste der Musik steht nicht in den Noten«, zitiert Kalaidjiev Gustav Mahler, und er weiß, wovon er spricht.

Georgi Kalaidjiev denkt an sein eigenes Schicksal: an den fünfjährigen Jungen, dem sein Vater die ersten Lieder auf der Geige beibrachte, dessen besondere Liebe zu diesem Instrument und ein außergewöhnliches Talent entdeckt wurden – nach ungezählten Stunden fleißigen Übens unter der Obhut von guten Lehrern. »Nach der Aufnahmeprüfung lernte ich fünf Jahre an der Musikschule. Es war eine schöne, aber auch schwere Zeit. Das Geld reichte nicht und ich musste es mir mit Arbeit verdienen«. Auch das Musikstudium in Sofia hätten sich die Eltern nicht leisten können, erinnert sich Kalaidjiev. Ohne das Dobri-Tschintolov-Stipendium der Stadt Sliven hätte er es nicht geschafft. »Heute gibt es diese nach dem berühmten Sohn der Stadt benannte Unterstützung für arme, talentierte Kinder nicht mehr«, bedauert Kalaidjiev. weiter lesen

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Die Erben des legendären Hristo Stoitchkov

10. Februar 2010

Er ist wohl der beste Nationalspieler, welcher Bulgarien je hatte. Er spielte zwischen 1990 und 1998 insgesamt 175 Mal für den FC Barcelona und wurde dort viermal hintereinander Spanischer Meister. Er absolvierte insgesamt 83 Spiele für die bulgarische Nationalmannschaft. Seine Sternstunde hatte er im Viertelfinal der Weltmeisterschaft 1994 in den USA. Mit einem Freistosstor zum 2:1 war Hristo Stoitchkov hauptverantwortlich dafür, dass Deutschland bereits im Viertelfinale nach Hause fahren musste. Lesen Sie weiter.

Quelle: www.sportal.ch, Lukas Balmer

Kristalina Georgieva – Mitglied der EU-Kommission

09. Februar 2010

Verantwortlich für Internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion. Mehr Informationen hier!